Wo Versteckspielen wenig hilft. Nochmals zur Offenlegungspflicht

[englischer Text]

Photo: Frank Kovalchek

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Ihr Schutzschild einer beschränkten Haftbarkeit dürfte ausländische Unternehmen im Zweifelsfall nicht davor bewahren, der Offenlegungspflicht des amerikanischen Klagerechts nachkommen zu müssen.

Ein US-amerikanisches Tochterunternehmen, das als selbständige Geschäftseinheit angemeldet ist, könnte nicht nur genötigt werden, die eigenen Geschäftsunterlagen vorzulegen, sondern auch diejenigen, welche sich in Besitz des Mutterunternehmens in Deutschland (oder anderswo) befinden. Gerichte könnten dies verlangen, ganz egal, ob die Muttergesellschaft gesetzlich dazu berechtigt ist, der Tochter Informationen vorzuenthalten.

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The Burden of Discovery and the German-American Justice Conflict

[German version]
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Under Federal Rule of Civil Procedure 26 and its equivalent in every state, a litigant in the United States must be prepared to disclose not only documents and information that are admissible as evidence but also those which “appear reasonably calculated to lead to the discovery of admissible evidence.”

In consequence, the scope of American discovery is broad and its costs are onerous. These costs can far exceed the value of a case and may fall disproportionately on the pocketbook of one party or the other.

This has been recognized for decades as part of a German-American Justice Conflict.

In addition to other strategic concerns, any client should discuss discovery and its costs with counsel as soon as possible. This should include targeting the most important information, anticipating your opposing party’s discovery requests and their costs, and developing a cost-effective discovery plan.
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Der deutsch-amerikanische Justizkonflikt und die leidige Pflicht der Offenlegungen

[englischer Text]

Der Bundesregel für Zivilprozesse Nr. 26 zufolge und nach deren Entsprechung in jedem Einzelstaat muss ein Kläger in den Vereinigten Staaten in der Lage sein, nicht nur Urkunden und Informationen offenzulegen, welche vor Gericht als Beweismittel zulässig sind, sondern auch solche, die „nach vernünftiger Abwägung“ geeignet erscheinen, „zur Entdeckung zulässiger Beweise“ zu führen.

Infolgedessen gestaltet sich eine US-amerikanische Offenlegung umfangreich und verursacht hohe Kosten. Diese Ausgaben können den Streitwert eines Falles weit übersteigen und den Geldbeutel der einen oder anderen Partei unproportional stark belasten.

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Wieder einmal wird intensiv nach einer Lösung für diesen besonderen Aspekt des deutsch-amerikanischen Justizkonflikts gesucht.

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